„Landwirtschaft neu Denken & Gestalten = Ökosozial Leben“

In der EU wird derzeit intensiv über die „nächste Gemeinsame EU Agrarpolitik“ (GAP) verhandelt. Aus


der Sicht des Unabhängigen Bauernverbandes (UBV) ist die GAP in der aktuellen Form den Bauern

nicht mehr weiter zumutbar. Der UBV hat aus seiner Sicht zusammengefasst, warum es so nicht mehr

weiter gehen kann. Gleichzeitig legt der UBV konkrete Vorschläge wie Forderungen für eine

Neugestaltung der GAP zur Diskussion auf den Tisch. Das Ziel der vorgeschlagenen Lösungen ist eine

massive Verbesserung der Einkommen für die Land- und Forstwirtschaft. Wir wollen ermutigende

Perspektiven für die Bauern in den Alpenregionen schaffen. Ausreden gelten nicht mehr. Der

Grundansatz lautet:

o Was ist ein (1) ha bewirtschaftetes Kulturland wert?

o Wie bekommen wir faire Spielregeln am Mark und damit ökonomisch sinnvolle Produktpreise?

 

1) GAP 2020 bis 2027 – wie wir es nicht wollen

 

1.1. Existenzen vernichtende Rahmenbedingungen: Die aktuelle Situation der Landwirtschaft in vielen

Regionen Europas ist dramatisch und wird täglich schlimmer. Noch wird die Landschaft von bäuerlichen

Betrieben geprägt. Das tägliche Bauernsterben ist aber katastrophal und nicht mehr an bestimmten

Betriebsgrößen festzumachen. Die derzeitigen Rahmenbedingungen raffen einer Seuche gleich die Bauern

von den Höfen. Tausende Existenzen und Arbeitsplätze werden vernichtet. Das Antlitz der von

Bauernhand geschaffener Kulturlandschaft verschwindet mit den Bauern in Österreich wie in der EU.

 

1.2. Politik für Konzerne:

Die aktuelle Agrarpolitik der großen Akteure am Welt-Agrar-Markt (u.a. USA,

Argentinien, Brasilien, Uruguay, Australien, China, Indien und EU) setzt auf grenzenloses Wachstum. Die

EU treibt dieses Spiel intensiv mit an. Durch die geschaffenen Rahmenbedingungen versucht man gezielt,

Agrarland - welches noch durch bäuerliche Familien bewirtschaftet wird, zu Konzernen hin zu schieben.

Das Ziel ist offensichtlich: mit billigen Arbeitskräften Lebensmittel zu erzeugen. Geld verdienen dabei nur

die Aktionäre der Konzerne „ohne Gewissen“. Zudem schafft die Anonymität der Aktionäre Raum dafür,

dass niemand für Fehlentwicklungen verantwortlich ist. Auf der Strecke bleiben selbstständige Bauern

sowie Klein- & Mittelbetriebe in der Verarbeitung bzw. Vermarktung. Zum Drüberstreuen demoliert man

gezielt die Ernährungssouveränität vieler Staaten.

 

1.3. Politik gegen Bauern & Menschen:

Nahezu alle Repräsentanten dieser Politik leben nicht von deren

Investment oder Arbeit am Acker, in den Ställen, in den Obst- & Weingärten oder in der Verarbeitung und

Vermarktung. Sie leben aber bestens mit und von der Landwirtschaft – auf Kosten der Bauern. Sie sitzen

einerseits von Brüssel bis in die Nationalstaaten in Ministerien, in Parlamenten oder in

Verwaltungsburgen. Sie sitzen in den Börsen in New York (an der Wallstreet), in London, in Paris oder wo

auch sonst noch Börsen sind. Sie sitzen also auch dort, wo man auf Teufel komm raus spekuliert. Das

nennt man Casinokapitalismus. Die Zeche dieses Spiels zahlen nicht die Spekulanten sondern die Bauern.

 

1.4. Keine Spielregeln – dafür Willkür der Macht:

Derzeit fehlen an allen Ecken und Enden faire

Spielregeln für Bauern bzw. für Lebensmittel. Dazu kommt, dass niemand der gewählten Vertreter in den

Parlamenten eine Verantwortung übernehmen will und z.B. mit konkreten Spielregeln die Willkür von

Macht sowie Raubtierkapitalismus stoppt! Warum macht/will das niemand? Das sind ja keine

Gottesgesetze sondern von gewissenlosen Zeitgenossen erdachte bzw. erzwungene Ungerechtigkeiten.

Wir brauchen daher - wie in anderen Bereichen z.B. wie im Sport – in und für die Landwirtschaft

Spielregeln. Diese Spielregeln braucht es für die Erzeugung, die Verarbeitung, die Vermarktung und den

Handel von Lebensmitteln, damit es wieder – vor allem für Bauern – Perspektiven gibt.

 

2) Der UBV fordert ein neues Denken, Gestalten & Leben der Agrarpolitik

 

GAP 2020 bis 2027 – wie wir es wollen

 

o Die Zugänge vieler Verantwortungsträger zur Landwirtschaft – nicht nur in Österreich sondern in

ganz Europa – schieben die zentralen Leistungen der Bauern immer mehr in den Hintergrund.

o Oft ist den Bauern selbst nicht mehr bewusst, was das konkrete Ergebnis ihrer Arbeit bzw. ihres

Fleißes ist bzw. sein soll und was diese Leistung wert ist.

o Der tägliche Kampf ums Überleben verstellt den Blick auf die wahren Aufgaben. Der Berg an

Bürokratie sowie immer neue Auflagen und Vorgaben trüben den klaren Blick.

o Die Vernebelung beginnt leider zu oft schon auch durch gewählte Bauernvertreter. Diese

bevorzugen zu oft bei Entscheidungsfindungen jene Lösung, die einen persönlichen Nutzen bringt

bzw. bringen könnte. Sei es, die bezahlte Funktion zu behalten oder spekulativ zu planen, wie man

selbst oder das enge, eigene Umfeld auch einen besonderen Vorteil generieren kann.

o Es ging der Blick auf das Ganze verloren. Zudem die Fähigkeit und der Wille über den Tellerrand zu

blicken. Um somit durch neues Denken und neuem Mut Lösungen für Fragen zu entwickeln, welche

den Bauern wie deren Partnern die wirtschaftlichen Fundamente zu stärken.

 

2. 1. Die zentralen Fragen lauten:

 

_ Was sind die konkreten Leistungen der Bauern - welche Produkte erzeugen sie?

_ Was braucht es für eine seriöse, ernsthafte Bezahlung dieser Leistungen?

& als verbindende Klammer:

_ Wie müssen die Rahmenbedingungen gestaltet sein, um mit der Kreislaufwirtschaft – worauf

die Idee der Ökosozialen Marktwirtschaft aufsetzt – erfolgreich Agrarwirtschaft zu leben?

 

2. 2. Die Bauern erzeugen 2 Produkte mit einem Alleinstellungsmerkmal am Markt:

 

I. Die Bauern erzeugen Lebensmittel

II. Die Bauern erzeugen Kulturlandschaft

Die betriebswirtschaftlich notwendige ausreichende Bezahlung dieser Leistungen findet derzeit nicht

statt. Ändert man dies nicht sofort, dann gibt es keine gesunde Entwicklung der Landwirtschaft mit

Bauern & Bauernfamilien. Dafür wird das Bauernsterben beschleunigt. Die Problemstellungen lauten:

Zu I) Die Bauern erzeugen Lebensmittel

 

Es gibt derzeit keine Spielregeln am Markt für Lebensmittel, welche die Bauern schützen.

Beim Handel mit Lebensmitteln fehlen faire Spielregeln und damit ein Markt mit Spielregeln.

Daher passen die Preise für die Produkte der Bauern nicht. Das muss sich sofort ändern.

Zu II) Die Bauern erzeugen Kulturlandschaft

Der Wert der Bereitstellung von 1 ha Kulturlandschaft durch die Bauern wird nicht bezahlt.

Die intakte Kulturlandschaft stellen die Bauern bis heute praktisch gratis zur Verfügung.

Kulturlandschaft, durch die Bauern geschaffen, ist zu bezahlen. Das muss sich sofort ändern.

 

 

3) Der UBV fordert die Bezahlung der Bereitstellung von Kulturland

 

3.1. Einen „Staatsvertrag“ mit der Republik Österreich zur Bezahlung von gepflegtem Kulturland

a) Die österreichische Landwirtschaft braucht für die geforderte neue Agrarpolitik einen Vertrag mit

der Republik Österreich. Darin ist die Abgeltung der Leistungserbringung – Schaffung und

Bereitstellung des Produktes „gepflegtes Kulturland“ – je ha inklusive des Index fixiert.

b) Auf dieser Basis stellt jeder Land- & Forstwirt dem Staat jährlich eine Rechnung. Die Rechnung

wird in 4 Tranchen zum vereinbarten Stichtag bezahlt.

c) Der Rechnungsleger zahlt davon Steuern und Beiträge zur Sozialversicherung nach Abzug aller

Aufwendungen, die er zur Erbringung dieser Leistung hat.

d) Rechnungsleger sind Land- & Forstwirte für land- & forstwirtschaftliche Flächen. Sie erbringen

mit Ihrer Arbeit bereits jetzt eigentlich unbezahlbare Leistungen für die Gesellschaft.

e) Das gilt auch für den Wald. Die Pflege des Waldes bedeutet konkret die Erhaltung der

Schutzfunktion, der Nutzfunktion, der Erholungsfunktion und der Wohlfahrtsfunktion des

Waldes. Das dient der gesamten Gesellschaft.

 

Was ist (1) ha gepflegtes - bewirtschaftetes Kulurland wert??

3.2. Was ist ein (1) Hektar gepflegtes - bewirtschaftetes Kulturland wert?

Das System soll so aufgebaut sein, dass es einen Sockelbetrag je Hektar gibt, egal welche Art der

Bewirtschaftung erfolgt. Das gilt von der Alm bis zum Talboden. Konkret fordert der UBV

_ Abgeltung je ha Kulturland

o 1 - 30 ha 900,00 Euro (hier sind die Almflächen mit einbezogen)

o 31- 60 ha 700,00 Euro (hier sind die Almflächen mit einbezogen)

o 61 - 100 ha 500,00 Euro (hier sind die Almflächen mit einbezogen)

o Über 100 ha 100,00 Euro (hier sind die Almflächen mit einbezogen)

_ Biobauern + 400,00 Euro je ha (ohne Almflächen)

_ Tierhalter + 200,00 Euro je ha (ohne Almflächen)

Vorgaben: mindestens 1 GVE & max. 2 GVE je ha,

Auslaufmöglichkeit bzw. & Laufstall

_ Tier-Wohl + 200,00 Euro je ha (ohne Almflächen)

_ Für Benachteiligungen gibt es folgende Staffelungen je ha:

o Erschwernis 1 + 100,00 Euro je ha (ohne Almflächen)

o Erschwernis 2 + 200,00 Euro je ha (ohne Almflächen)

o Erschwernis 3 + 300,00 Euro je ha (ohne Almflächen)

_ Landschaftselemente + 200,00 Euro je ha (ohne Almflächen)

_ Beim Wald gilt folgende Staffelung

o 1 - 30 ha 200,00 Euro

o 31 - 60 ha 150,00 Euro

o 61 - 100 ha 100,00 Euro

o Über 100 ha 50,00 Euro

_ Für Flächen über 1.000 ha gibt es keine Leistungsabgeltungen mehr

3.3. Die Abgeltung für 1 ha Kulturland mit Obergrenzen hat folgende Ziele

Erstens: Die Bereitstellung von gepflegtem Kulturland ist zu bezahlen. Tun das nicht Bauern, wird

es wer anderer tun und verrechnen. Die Bauern erbringen diese Leistung besser und günstiger.

Zweitens: Die Staffelung schafft einen Sockelbetrag. Das entlohnt Betriebe mit kleinerer Struktur

und Betriebe, die stärker ökologisch wirtschaften - z.B. Biobetriebe - besser. Damit soll es

möglich werden, dass es auch bei Betrieben mit kleineren Strukturen wieder Hofnachfolger gibt.

Gibt es junge Bauern, gibt es auch weiter gepflegtes Kulturland, von Bauern für die Allgemeinheit

geschaffen. Und: das Zusperren von Bauernhöfen wird deutlich reduziert bzw. gestoppt.

Drittens: Die Verrechnung der Leistung ist ein normales Rechtsgeschäft. Der Spießrutenlauf um

Almosen bzw. der Canossagang um Geld für die Landwirtschaft sind dann beendet. Die

Verrechnung der Kulturlandschaft ist ein zweites ökonomisches Standbein für den Bauernhof.

Viertens: Betriebe, die keine Bauernpensionsbeiträge einzahlen, bekommen keine Abgeltungen.

Damit wird der in Europa oft betriebene Missbrauch durch Kapitalgesellschaften abgestellt.

4) Der UBV fordert Spielregeln für den Markt bei Lebensmitteln

„Die Rahmenbedingungen sind so zu gestalten, dass Tüchtige einen Spielraum haben und es

gleichzeitig für die „Kleinen“ einen Schutz - und damit Perspektiven gibt“. Dieses Zitat stammt von

Josef Riegler, dem Vater der Idee der „Ökosozialen Marktwirtschaft“. Ausgesprochen im November

1987 als Landwirtschaftsminister bei einer Veranstaltung vor 500 Bauern im Arbeiterheim Fohnsdorf.

Ein wichtiger Eckpfeiler der Idee der Ökosozialen Marktwirtschaft sind Spielregeln. Damit sollen

Ökonomie, Ökologie und soziale Komponenten in der Balance sein.

Es gibt keine Branche, wo man nicht konkrete Spielregeln hat und lebt. Beispiele:

_ Transportlogistik: Ein aktuelles Beispiel ist die Transportlogistik in der EU. Diese ist gerade

dabei, einheitliche Spielregeln für den LKW Transport in Europa umzusetzen.

_ OPEC: Wenn es für die wichtigsten erdölexportierenden Staaten in der Kassa nicht passt, dann

trifft man sich in der OPEC, ihrer Dachorganisation. Dort beschließt man dann, wie man den

Markt geregelt haben will und setzt dies dann auch um. Das Szenario findet permanent statt.

_ Sport: Der Sport fasziniert weltweit Millionen Menschen. Sport ist einer der am stärksten

wachsenden Wirtschaftssektoren. Sport hat aber auch weltweit gleiche Spielregeln. Ohne diese

Spielregeln wäre der Sport sofort tot. Was dort funktioniert, muss auch für Lebensmittel gelten.

Seit die Landwirtschaft in den Internationalen Handelsabkommen z.B. wie - früher GATT (General

Agreement on Tariffs and Trade) heute WTO (World Trade Organization) - mit eingebunden ist, haben

die Bauern mit ihren Produkten bei der Entwicklung der Erzeugerpreise größte Probleme.

Die Landwirtschaft bzw. Agrarprodukte sind seither bei jedem internationalem Handelsabkommen das

Faustpfand, damit Industrien wie z.B. die Automobilindustrie klingende Geschäfte machen können. Auf

Kosten der Landwirtschaft bereichern sich andere Wirtschaftsbereiche.

Was man der Landwirtschaft in internationalen Handelsabkommen verwehrt, wird in anderen Sparten

als Selbstverständnis gelebt. Was für andere gilt, muss daher auch für die Landwirtschaft gelten.

 

Der UBV fordert konkret folgende Spielregeln für die Landwirtschaft:

4. 1. Thema Neue Pauschalierungsverordnung

Höhere Steuern zahlt man nur, wenn man Geld verdient. Für die Land- & Forstwirtschaft scheint diese

Regel nicht zu gelten. Die neue Pauschalierungsverordnung ist daher sofort zu reparieren. Mehr Steuern

bei weniger Ertrag gibt es nur bei den Bauern. Wenn das Geld für Kammern oder Sozialversicherungen

nicht reicht, kann man nicht bei den Bauern mehr abkassieren, obwohl die Einkommen sinken.

Da stimmt das System nicht. Ein konkretes Beispiel, dass wir eine neue Agrarpolitik brauchen.

4. 2. Thema Agrar-Diesel

Wir zahlen Straßenerhaltungssteuern, obwohl wir unsere Maschinen zu 2/3 nur auf unseren Flächen

bewegen! Daher ist der „Agrardiesel“ sofort wieder einzuführen. Der „Agrardiesel“ wurde bei einer

Regierungsklausur willkürlich abgeschafft. Was in anderen EU Staaten geht, muss auch hier gehen.

 

4. 3. Thema Produktkennzeichnung & Lebensmittelpreise

Derzeit sind durch den schrankenlosen Warenverkehr dem Betrug bei der Lebensmittelkennzeichnung

sowie für eine willkürlichen Preisgestaltung Tür & Tor geöffnet.

Der UBV fordert dazu:

Der UBV fordert dazu:

a) Stopp des freien Warenverkehrs bei Lebensmitteln sowie strenge Kontrollen. Der freie

Warenverkehr, wie er derzeit umgesetzt wird, funktioniert bei den Lebensmitteln so nicht.

b) Eine klare, nachvollziehbare Produktkennzeichnung. Der Etikettenschwindel ist abzustellen.

Der Konsument muss am ersten Blick erkennen, wo ein Produkt erzeugt und verarbeitet wurde.

c) Die Verpackung von Lebensmitteln muss wieder durch die Produzenten erfolgen.

Handelsketten fahren heute mit ihrer Verpackung in Europa oder weltweit herum, verpacken

unter ihrer Handelsmarke und verkaufen Waren aus dem Ausland. Beworben wird das Produkt

aber mit dem Bild der heimischen Bauern. Es wird also vorgegeben, die Waren seien aus

Österreich. Das muss man sofort abstellen.

d) Das gilt auch für Verarbeiter. Wenn z. B. ein Speckfabrikant in den Alpen Speck mit Schweinen

aus dem Ausland erzeugt und den Eindruck erweckt, diese seien aus Österreich, dann gibt es ein

Problem. Daher Ehrlichkeit bei der Produktkennzeichnung, ansonsten harte Strafen.

e) Maximal 100% Preisaufschlag bei Lebensmittel. Der Lebensmittelhandel (LEH) darf bei

Lebensmittel maximal 100% auf den Einkaufspreis aufschlagen. Damit wird dem anonymen

Lebensmittelhandel ohne Kontrolle mit Dumpingeinkaufspreisen ein Riegel vorgeschoben.

Beispiel: kauft der LEH billig Lebensmittel im Ausland ein, z.B. Milch um 35 Cent, dann darf er die

Milch nur um 70 Cent verkaufen. Damit sind weite Transportwege für billige Lebensmittel

wirtschaftlich uninteressant. Zahlt er 60 Cent für die Milch, kann er 1,20 Euro als Verkaufspreis

definieren. Das würde die Erzeuger generell bei uns stärken. Verdient also der LEH mehr,

verdient auch der Produzent mehr. So passt die Gleichung wieder für beide.

4. 4. Thema CO² Steuer – Klimaziele

Der unkontrollierte Warenverkehr in der EU & weltweit verzerrt die Preise und schadet enorm dem

Klima. Die CO² Emissionen steigen auf Kosten der Allgemeinheit. Die Politik spricht von notwendigen

Reduktionen, sie greift aber kein heißes Haupt-Verursacherthema an. Bei der jüngsten Klimakonferenz

in Polen gab es viele Lippenbekenntnisse, jedoch keine Maßnahmen. Die Landwirtschaft taucht dafür bei

jeder Diskussion um Klimaprobleme als ein angeblicher Haupt-Mit-Verursacher auf!! Und ihre

Vertretung schweigt. Wir wollen das mit konkreten Vorgaben ändern. Damit schaffen wir einen echten

Beitrag für ein besseres Klima und neue Perspektiven für die gesamte europäische Landwirtschaft.

Der UBV fordert dazu:

o Besteuerung von Schiffs- und Flugzeugtransporten. Wer Klimaschutz ernst nimmt, muss hier

eingreifen. Alles andere ist eine verlogene Diskussion. Mit einer CO² Abgabe hört der Unsinn der

schrankenlosen Transporte von Lebensmittel von einem Kontinent zum anderen auf. Gleichzeitig

steigt der Wert der regionalen Produktion und sichert regionale Jobs wie Wertschöpfung.

o Reduktion der Sojaimporte nach Europa in 5 Jahren um mindestens 30%. Die Differenz soll in

Europa erzeugt werden. Damit löst man zwei Probleme mit einem Schlag: Ersten werden andere

Ackerpflanzen bzw. Kulturen in Europa ökonomisch wieder interessanter, weil es Flächen für den

Anbau von Soja braucht. Zweitens reduzieren wir den CO² Ausstoß massiv.

o Verbot des Importes von Produkten nach Europa, wofür Urwälder gerodet werden. Das gilt vor

allem für Soja und Palmöl. Dazu muss ein Stopp des Rodens von Urwäldern erfolgen. Eines der

wichtigsten Beispiele, wie man den Ausstoß von CO² massiv reduzieren kann. Zum Nutzen aller.

4. 5. Thema Grundverkehr

Wir brauchen Vorrangflächen für die Erzeugung von Lebensmittel. Derzeit haben alle anderen

Nutzungsformen Vorrang. Wenn Flächen zu Industriegrund oder zu Baugrund umgewidmet werden sind

jene, die nicht verkaufen die Dummen. Man muss daher diese Bauern schützen.

UBV Forderung konkret: Eine finanzielle Abgeltung für jene Bauern, denen durch eine nicht mehr

landwirtschaftliche Nutzung von verkauften angrenzenden Flächen Erschwernisse entstehen - durch

den Verkäufer oder den Käufer. Die Größenordnung sollte bei z.B. 30,00 Euro je m² liegen, gemessenwird das an der Größe der verkauften Fläche.

4. 6. Thema Vertragslandwirtschaft

Wenn die Landwirtschaft per Gesetz durch andere Nutzungen einen Nachteil hat, braucht es einen

finanziellen Ausgleich.

UBV Forderung konkret:

Ertragsminderungen durch z.B. eine eingeschränkte

reduzierte Düngung am Beispiel der Düngerverordnung in der Steiermark sind finanziell durch einen

Vertrag mit z.B. 1.000,00 Euro je ha abzugelten. Das gilt auch bei anderen Begehrlichkeiten wie

NATURA 2000 oder ähnliche Themen. Es sind immer Verträge mit einer entgeltlichen Abgeltung für die

Erschwernisse zu machen, wodurch damit verbundene Mindererträge kompensiert werden.

5) Zusammenfassung

Die Forderungen des UBV sind keine unerfüllbaren Wünsche und keine Abrechnung mit bisherigen

Systemen. Es ist die nüchterne Analyse von Fakten und die daraus gezogenen Erkenntnisse. Die

Forderungen sind ökonomische Notwendigkeiten, damit Bauern wirtschaftlich überleben.

Wir wollen als Bauern bestehen und nicht am Weltmarkt geopfert werden. Wir laden alle ein, unsere

Vorschläge zu verbessern. Wir wollen eine neue EU GAP bzw. Agrarpolitik, die aktuelle ist gescheitert.

Große Hoffnungen setzen wir in Bundeskanzler Sebastian Kurz und in Landwirtschaftsministerin

Elisabeth Köstinger. Auch wenn das Wort Landwirtschaft auf ihrer Visitenkarte nicht mehr vorkommt.

Beiden trauen wir zu, das kaputte alte Agrar-System in unserem Sinn neu aufzusetzen, zu ändern.

So wie Sebastian Kurz dies am Beispiel des Stopps der schrankenlosen Migrationsströme nach Europa

entgegen allen Unkenrufen zum Trotz in der EU durchgesetzt hat. Das ist das Vorbild für den neuen Weg

der Agrarpolitik. Agrarpolitik neu leben und gestalten = ökosozial handeln.

 

Wir fühlen uns der Scholle verpflichtet. Für unsere Bauern, den Bauernstand und unsere Heimat. 

DOWNLOADEN » Landwirtschaft neu denken - was ist 1 ha Kulturlandschaft wert?
Filename: 20180106 - Landwirtschaft neu Denken & Leben - Was ist ein - 1 Hektar bewirtschaftetes Kulturland wert g
Format: .pdf / Größe:
DOWNLOADEN » Kalkulation : Was ist ein ha Kulturlandschaft wert?
Filename: 20190102 - Kalkulation - was ist 1 ha Kulturland wert - n
Format: .pdf / Größe: 65.8KB

Karl KEPLINGER - UBV Obmann Österreich & OÖ, Herbert HOCHWALLNER - UBV Obmann NÖ, LK Österreich Präsident Josef MOOSBRUGGER, Josef Joschi Kaltenegger - Unternehmer, Johann HERBST - UBV Obm.Stv. Steiermark & LK Fraktionssprecher

Agrarpolitik neu denken & gestalten = ökosozial leben

Auf Einladung des UBV in Oberösterreich referierte der neue Präsident der LK Österreich Josef Moosbrugger in Oberösterreich. Josef Moosbrugger ist Rinderbauer mit Milcherzeugung und Rinderzucht in Vorarlberg! Seit 1995 ist der engagierte Vorarlberger in der Politik tätig. Moosbrugger gilt als ein Vertreter der Bauern mit Handschlagqualität, Charakter und auch als Mann der klaren Worte.

 Beste Rahmenbedingungen schaffen

Das wichtigste Anliegen für Moosbrugger ist es, bestmögliche Rahmenbedingungen für die Land- und Forstwirtschaft zu gestalten. Aus seinen Ausführungen konnte man deutlich heraus hören, dass ihm persönlich viele aktuelle Rahmenbedingungen nicht passen. Dies zu verändern braucht aber viel Kraft und Geduld sowie eine gemeinsame Front der Bauern, damit ihre Vorstellungen für ein besseres Einkommen umgesetzt werden können. Die aktuelle Einkommenssituation beurteilt der oberste - direkt von den Bauern gewählte - Vertreter der österreichischen Bauern als sehr unbefriedigend. Inwieweit sich das mit der neuen GAP ändern lässt, kann derzeit noch schwer abgeschätzt werden. Weil viele Vorhaben noch nicht bekannt sind. Eine Kürzung von Agrargelder sei mit ihm nicht machbar betonte Josef Moosbrugger sehr deutlich. Das wisse man inzwischen auch in Brüssel wie in Wien. 

Agrarpolitik neu denken & gestalten = ökosozial leben

Interessiert hörte sich Josef Moosbrugger auch die Vorstellungen des UBV für die aus der Sicht des UBV notwendige, komplette Neuausrichtung der GAP an. In seinem ersten kurzen Kommentar dazu meinte er, er sehe durchaus viele Ansätze, denen er näher treten könne und er nehme diese Vorschläge gerne mit.

 UBV will eine neue GAP - die alte ist gescheitert

Johann Herbst, Obstbauer und Josef Kaltenegger, Unternehmer - beide aus der Steiermark - skizzierten Überlegungen, wo man die Hebel ansetzen müsse, damit Bauern wieder mehr verdienen können. Der Zugang ist ein pragmatischer aus der Sicht eines Unternehmers. Den Aufwendungen bzw. Kosten sind die Einnahmen gegenüber gestellt. Demnach passen bei einem Großteil der Betriebe die Erträge und damit die Einnahmen von vorne bis hinten nicht.  

Bauer sein muss sich ökonomisch wieder rechnen

Daher muss es das Ziel einer Agrarreform sein, dass die Land- & Forstwirte eine Steigerung ihrer Einkommen um zumindest das Doppelte, bei vielen Betrieben sogar um das Dreifache in der Zukunft haben, damit ein Bauernhof aus ökonomischer Betrachtung eine Zukunft hat. Und am Ende des Tages zählt nur, kann man wirtschaftlich bestehen oder müssen weiter tausende Bauern wie bisher aufgeben. Die Gleichung, die Agrarwirtschaft müsse auf Kosten der Substanz - also Grund und Boden überleben und die Welt soll so billigste Lebensmittel zur Verfügung haben, ist nicht akzeptabel. Es geht nicht weiter an, dass sich alle Gesellschaftsschichten wie Unternehmenssparten an einer Weiterentwicklung des Wohlstandes beteiligen könnten, die Land- und Forstwirtschaft - also die Bauern aber nicht.

Hoffnungsträger Sebastian Kurz & Elisabeth Köstinger

Große Hoffnungen setzt man in den durchaus mutigen wie unkonventionellen Kanzler Sebastian Kurz und in Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger. Auch wenn das Wort Landwirtschaft auf Köstingers Visitenkarte nicht mehr vorkommt. Beiden traut man es zu, das gescheiterte alte Agrar-System im Sinn der beigebrachten Ideen neu aufzusetzen, also zu ändern. So wie Sebastian Kurz dies am Beispiel des Stopps der schrankenlosen Migrationsströme nach Europa entgegen allen Unkenrufen zum Trotz in der EU durchgesetzt hat.

Das ist das Vorbild für den neuen Weg der Agrarpolitik. Agrarpolitik neu leben und gestalten = ökosozial handeln.

Antwort auf offenen Brief an Fr. Bundesministerin Köstiner vom 2. Februar 2018

Sehr geehrter Herr Obmann LKR Ilsinger!

Sehr geehrter Herr OBM Stlv. Herbst!

Besten Dank für Ihr Schreiben an Frau Bundesministerin Elisabeth Köstinger, sowie die darin vorgebrachte Gratulation. Wir können Ihnen versichern, dass sie sich wie in der Vergangenheit auch in Zukunft mit großer Leidenschaft um die vielfältigen Anliegen der bäuerlichen Familienbetriebe und des ländlichen Raums kümmern wird. Unsere Frau Bundesministerin hat die Servicestelle des Ministeriums gebeten, Ihr Schreiben zu beantworten.

Für das Bundesministerium ist ein konstruktiver und sachlicher Umgang mit allen Personen besonders wichtig – insbesondere mit den Verantwortungsträgern vor Ort. Bei den vielen Bundesländerterminen hat unsere Frau Bundesministerin immer ein offenes Ohr und versucht die verschiedensten politischen Anliegen in ihrer tagtäglichen Arbeit bestmöglich zu berücksichtigen.

Es ist notwendiger denn je, die multifunktionellen Leistungen der bäuerlichen Betriebe vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels sowie der fortschreitenden Arbeitsteilung spezifischer und professioneller zu kommunizieren. Unsere Frau Bundesministerin nimmt deshalb insbesondere die Möglichkeiten der neuen Medien in Anspruch, um diese Leistungen einer breiten Bevölkerungsgruppe näher zu bringen. Gerade das neu aufgestellte Bundesministerium bietet in diesem Zusammenhang eine gute Chance, da es die zentralen Themen der Landwirtschaft und auch des ländlichen Raums vereint.

 

Zur Grundwasserthematik ist festzuhalten, dass durch das Wasserrechtsgesetz das jeweilige Bundesland die Möglichkeit hat Schongebiete bzw. Regionalprogramme zu erlassen, um den Zustand der Grundwasserkörper zu erhalten bzw. zu verbessern. Dies ist in der Steiermark der Fall. Seitens des Ressorts wurde rasch reagiert und im Rahmen der zweiten Änderung des Programms für Ländliche Entwicklung 2014-20 – auch durch den Einsatz des steirischen Agrarlandesrates – eine neue Maßnahme „Wasserrahmenrichtlinie – Landwirtschaft“ eingeführt, in der eine Abgeltung für die erhöhten Auflagen im Grundwasserschutzprogramm Graz bis Bad Radkersburg ab dem Antragsjahr 2018 ermöglicht wurde. Das BMNT stellt mit dieser Maßnahme rund 1,3 Mio. Euro pro Jahr für die betroffenen Betriebe in der Region zur Verfügung.

Für tragfähige Rahmenbedingungen benötigt es politische Mehrheiten – egal ob in der Gemeinde, im Land, im Bund oder auf europäischer Ebene. Gerade deshalb sucht die Bundesministerin und das Bundesministerium die Partnerschaft mit verschiedensten Gesellschaftsgruppen immer wieder, um gemeinsamen Vorhaben für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum voranzubringen.

In der Ausrichtung unserer Agrarpolitik setzt das Bundesministerium – wie in Ihrem Brief angesprochen – auf eine ganzheitliche und ökosoziale Denkweise. Der Weg unserer Agrarpolitik stimmt, auch im Vergleich zu den Nachbarländern. Trotz technischen Fortschritts zählt unsere Agrarstruktur in Österreich nach wie vor zu den kleinstrukturiertesten in allen Industrienationen weltweit. Und für die Zukunft zählt weniger die Betriebsgröße, vielmehr wird stärker entscheiden, ob die Anpassungsfähigkeit, die Konsumentenorientierung, die Innovationsfreudigkeit oder das Lebensumfeld des Betriebes passt. Es ist auch wichtig zu sehen, dass unsere Betriebe – verglichen mit den großen Strukturen anderer Länder – besonders krisenfest sind, das haben auch schon vergangene phasenkritische Marktsituationen gezeigt.

 

Abschließend möchten wir auf das gute Image der österreichischen Landwirtschaft hinweisen – das vor allem durch die tagtägliche Arbeit der Bäuerinnen und Bauern geprägt wird.  Aus den vielen Gesprächen unserer Bundesministerin mit verschiedensten Persönlichkeiten außerhalb des Agrarbereichs können wir Ihnen versichern, dass bäuerliche Leistungen wie die Erhaltung des ländlichen Raums, der Dorfgemeinschaften, die Pflege der Kulturlandschaft oder die Produktion frischer und gesunder Lebensmittel höchste Wertschätzung von der Bevölkerung erhalten. Bestätigt wird das auch in Umfragen, nach denen sich der Bauernstand bei den Vertrauensrankings verschiedener Berufsgruppen immer im Spitzenfeld findet.

Wir können Ihnen versichern, dass unsere Bundesministerin gemeinsam mit dem Ressort und gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern intensiv an einer zukunftsorientierten und offensiven Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für die heimische Land- und Forstwirtschaft arbeitet. Insbesondere der Erhalt der großen Vielfalt an bäuerlichen Familienbetrieben ist unserer Bundesministerin ein großes Anliegen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Fischer

 

MR DI Dr. Gustav Fischer

Ombudsmann

Ombudsstelle

Stubenring 1, 1010 Wien

 

service@bmnt.gv.at

bmnt.gv.at

 

BUNDESMINISTERIUM

FÜR NACHHALTIGKEIT

UND TOURISMUS

 

Wert & Zukunft des Bauernstandes?!

Persönlich überreicht am 2. Feber 2018 bei der Wintertagung in Aigen im Ennstal

Betrifft – offener Brief an Bundesministerin Elisabeth Köstinger

 Wert & Zukunft des Bauernstandes?!

 Sehr geehrte Frau Bundesministerin Köstinger!

Vorab gratulieren wir herzlich zur Bestellung als Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus. Insbesondere deshalb, weil Sie auch für die Land- und Forstwirtschaft verantwortlich zeichnen! Mit der Umbenennung des Ministeriums und dem kompletten Weglassen der Begriffe zu den Themen Land- & Forstwirtschaft haben wir keine Freude. Wir sehen damit leider ein negatives Signal für die Land- und Forstwirte Österreichs.

Dass man den Tourismus explizit nach vorne stellt und die Land- und Forstwirtschaft – den Garant für die Gestaltung des Landes einerseits sowie für die Erzeugung von Lebensmitteln bester Qualität in Österreich andererseits komplett aus dem Namen des Ministeriums verdrängt, verstehen wir nicht!

Die Nachhaltigkeit ist zwar ein Teil der Land- und Forstwirtschaft und somit der Grundeinstellung der Bauern. Sie steht aber nicht für die gesamten Leistungen der Bauern. Und das man dem Wort Tourismus allein wie uneingeschränkt den Vorzug gibt, ist unverständlich bis nicht nachvollziehbar.

Der Tourismus ist sicher ein wichtiger Sektor der heimischen Wirtschaft. Doch der Tourismus hätte ohne die Leistungen der Landwirtschaft bzw. der Bauern einen sehr schweren Stand.

Ihr Parteikollege und steirischer Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer hat in seiner langen Zeit als zuständiger Ressortchef für Tourismus in der Steiermark bei jeder Gelegenheit über die Gründe der vielen Touristen, die in die Steiermark kommen bzw. nach Österreich festgehalten:

„Der Grund, warum die Gäste gerne nach Österreich bzw. in die Steiermark kommen sind die gepflegte Landschaft und das gute Essen. Das kommt weit vor den kulturellen Bauten wie Denkmälern z.B. aus der Zeit der Habsburger.“ Damit wurde indirekt deutlich gemacht,

 

„Kein schöner Land ohne die Bauern.“

Nun, wir gehen davon aus, dass Sie diesen Namen akzeptieren mussten. Sie haben in Ihren bisherigen Funktionen immer sehr deutlich wie stolz die bäuerlichen Leistungen wie die bäuerlichen Menschen vertreten. Warum Sie sich die Umbenennung umhängen ließen, verstehen wir nicht. Mit dem neuen Namen für das Landwirtschaftsministerium zeigt sich eines sehr deutlich:

Der Landwirtschaft wird so der Stellenwert, der ihr eigentlich in der Gesellschaft zusteht verweigert. Mag es den Spinndoktoren so vorkommen, die Land- und Forstwirtschaft repräsentiert ja eine immer kleiner werdende Bevölkerungsgruppe auf die man verzichten kann?!

Mit dieser Meinung sind sie aus unserer Sicht im wahrsten Sinn des Wortes am Holzweg, wenn es um Wählerstimmen geht. Wir verstehen daher nicht, warum man sich mit dieser Entscheidung von Haus aus die Optionen für eine gute Vertretung zum Teil aus der Hand nehmen lässt.

„Warum ist die Landwirtschaft nicht mehr interessant oder anders gefragt: Ist die Landwirtschaft nur mehr ein lästiges Anhängsel, weil der Name nicht mehr vorkommen darf?“

 Wir wissen nicht, ob Ihnen das bewusst ist: sogar die aktuellen Pressemeldungen in Ihrem Ministerium auf Ihrer Website zeigen heute – am 1. Februar eine klare Tendenz: Es gibt Pressemeldungen zu den Themen Energie, Umwelt, Wasser. Beim Thema Land, Forst und Lebensmittel herrscht gähnende Leere. Zufall oder nicht? Wenn aber nicht einmal im Zuge der Wintertagung es Themen in dem für uns so wichtigen Bereich gibt, über welche die Medien

informiert werden sollen, dann gibt es aus unserer Sicht viele Fragezeichen!

Es haben viele Bauern die NEUE VOLKSPARTEI gewählt. Weil Signale das Gefühl erzeugten, jetzt wird sich vieles für den Bauernstand durch eine neue Herangehensweise zu deren Problemen ändern.

Die Namensänderung ist aber der erste Schritt zum Gefühl, jetzt fährt einem die eigene Ministerin mit dem „Gestellwagen“ ins Gesicht. Mag sein, dass in Ihren direkten Kreisen der Agrarpolitik man dies schweigend zur Kenntnis nimmt. Wir wollen es aussprechen. Nicht aus parteitaktischen Gründen – wir sind parteifrei.

Wir wollen nur mithelfen und mitwirken, die wichtigen Fragen wie Sorgen, welche die Bauern drücken und den Bauernstand hart treffen einer Lösung zuzuführen. Wir wollen mithelfen, das Unrecht, das derzeit auf die Bauern einprasselt abzubiegen bzw. wieder zu recht rücken!

Der Bauernstand steht am Abgrund

 Was aber noch viel dramatischer festzustellen ist und warum wir Ihnen diese Zeilen schreiben ist der Umstand, dass man in fast jedem Bereich die Land- und Forstwirtschaft abräumt – abkanzelt.

Wir müssen mit aller Deutlichkeit wie Klarheit festhalten, dass der Bauernstand am Abgrund steht.

Die Hauptursachen sehen wir einerseits in einer komplett realitätsfremden EU Agrarpolitik, die unsere Betriebe auf Grund der gegebenen Rahmenbedingungen weg radiert.

Die flächenbezogenen Ausgleichszahlungen bringen unsere Bauern um. Der Arbeitsplatz Bauernhof ist wertlos. Das muss sich ändern. Zudem gibt es in der EU unfaire Wettbewerbsbedingungen, welche die Bauern mit unseren Strukturen in der ganzen EU in den Ruin treiben. Sie haben dankenswerterweise beim Auftakt der Wintertagung des Ökosozialen Forum in Wien u.a. diesen Aspekt deutlich angesprochen, was uns Hoffnung gibt.

Gleichzeitig montiert man aber mit regionalen, völlig widersprüchlichen Aktivitäten und mit Duldung der Bauernvertreter die heimischen Bauern ab. Ein konkretes Beispiel aus der Steiermark: Eine willkürliche, rein politisch motivierte Verordnung zum Thema „Grundwasserschutz“ (SPÖ Ressort) treibt tausende Bauern in der Südsteiermark in den Ruin. Weil einige „Wasserlobbyisten“, wie dies bei einer Veranstaltung in Graz der Rektor der TU Graz Harald Kainz unverblümt ausgesprochen hat – weil also „Lobbyisten mit mehr Gewicht“ am Werk seien als dies die Bauern oder deren Vertretung darstellen, wird in einem unglaublichen Willkürakt eine Verordnung zum Grundwasserschutz verabschiedet, welche ohne Entschädigung rund 1.800 betroffenen Bauern einen enormen wirtschaftlichen Schaden zufügt.

Diese Vorgehensweise ist aus unserer Sicht ein Sündenfall für weitere Entscheidungen und Entwicklungen mit negativsten Folgen für die Land- und Forstwirtschaft. Man öffnet damit Tür und Tor für niederträchtige, unfaire gesetzliche Erschwernisse, welche den betroffenen Bauern nur mehr eine Wahl lassen: den Betrieb zusperren.

Woher die so hoch beschworenen heimischen Lebensmittel dann kommen sollen, wer in Zukunft die Landschaft gratis pflegt und so für den Tourismus bereit stellt, bleibt unbeantwortet. Und die Touristiker werden nicht mehr stolze Zahlen vorlegen können, wie derzeit. Rund 18 Milliarden lassen die Gäste aus dem Ausland im Land, rund 40 Milliarden werden durch Urlaubsgäste,

Geschäftsreisende und Tagesbesucher in Österreicher im Jahr ausgegeben. (Bericht zu 2016).

Es braucht Entschädigungszahlungen bei gesetzlich auferlegten Erschwernissen

Sehr geehrte Frau Bundesminister, wie soll das in Zukunft ohne die Bauern gehen??? Wie soll ein Bauer überleben, dem man täglich neue Korsette umbindet, damit er keine Luft mehr zum Atmen – sprich zum vernünftigen Bewirtschaften hat? Das Beispiel der „Grundwasserverordnung“ ohne Entschädigungsleistung für die betroffenen Bauern - die von LH Schützenhöfer, Landesrat Seitinger und Präsident Titschenbacher mitgetragen wird, bedeutet in der Praxis:

  • In den nächsten 10 Jahren wird sich die Anzahl der Ackerbauern mit Tierhaltung und damit einer wichtigen Wertschöpfung in den Regionen zwischen Graz und Radkersburg halbieren
  • Innerhalb der nächsten 20 Jahre bleiben vielleicht noch rund 20% der Betriebe
  • Es wird einen Kahlschlag von rund 40.000 Jobs geben
  • Die Frage: wer pflegt dann das Land, wer erzeugt die Lebensmittel?

Der Umstand, dass auch bei der jüngsten Veranstaltung am Dienstag dieser Woche kein Wort betreff Entschädigung für den entstanden Schaden durch die Interessensvertretung eingefordert wird, macht uns fast sprachlos.

Wir bitten daher Sie Frau Bundesministerin: Bitte nehmen Sie sich dieses Problems an, zeigen Sie wie man die Bauern richtig vertritt und sorgen Sie dafür, dass wir ein Regelwerk entwickeln, welches die Einbahnstraße der Enteignungen der Bauern durch Maßnahmen, Verordnungen sowie man Erschwernisse abstellt! Wir vertrauen Ihnen und hoffen darauf, dass Sie diese Entwicklungen nicht durchgehen lassen! Sie werden in uns mutige wie offensive Mitstreiter finden.

Uns geht es nicht um Parteipolitik, auch wenn der eine oder andere meint, es sei so! Es geht uns nicht um Repräsentanten – es geht uns schlicht und ergreifend um die Zukunft unserer Höfe. Es geht uns darum, dass unsere Jungen – weil es eine Perspektive gibt und nicht nur Schranken wie

Verordnungen, dass unsere Jungen auf den Höfen bleiben!

Wir wollen nicht Systeme einfrieren oder die Zeit anhalten. Wir sind modern denkende wie aufgestellte Bauern und Unternehmer. Wir wollen aber wieder faire Rahmenbedingungen. Wir wollen wieder auf Augenhöhe unsere Anliegen vorbringen und umgesetzt haben. Wir wollen nicht länger die Einbahnstraße die lautet: „Den Bauern nehmen wir alles, die müssen sowieso den Mund halten, weil sie so viele Ausgleichszahlungen bekommen“.

Wir machen auch deutlich, dass es der politische Wille ist, dass Lebensmittel günstig sein sollen.

Das geht auf unsere Kosten, auf die Substanz unserer Betriebe. Wir wollen an der gesellschaftlichen Entwicklung teilnehmen und auch unsere Beiträge leisten – wie auch z.B. für ein gutes, gesundes Wasser. Aber wir sind nicht damit einverstanden, wie man am Beispiel Wasser ein Geschäftsmodell hochzieht, wo man Geld verdient und die Bauern sollen doppelt die Zeche zahlen!

 Sehr geehrte Frau Bundesministerin Köstinger!

 Sie haben einen harten Job, das ist uns bewusst. Sie werden erfolgreich sein, wenn Sie die Unfairness abstellen und wenn Sie wieder für Gerechtigkeit sorgen. Wenn Sie also im Sinne der Idee der Ökosozialen Marktwirtschaft wieder für eine Balance bei unrechten Entwicklungen sorgen! Jener Idee, die Sie ja nach Brüssel mit getragen haben und bei Ihren bisherigen Funktionen

immer als wesentlichen Eckpfeiler Ihres politischen Wirkens im Herzen verankert hatten. Wir haben am Beispiel des Wasserthemas einen konkreten Vorschlag erarbeitet, wie man eine Entschädigungsleistung umsetzen kann. Der Vorschlag ist korrekt – aus marktwirtschaftlichen wie ökonomischen Gesichtspunkten heraus erstellt worden. Bitte unterstützen Sie den Ansatz im Interesse der Bauern.

Weiters haben wir auch viele Gedanken in einem Papier zusammengefasst, wo wir die wichtigsten Themen wie Punkte aus der Sicht unserer direkten Betroffenheit als Bauern wie Unternehmer niedergeschrieben haben. Mit dem Ziel, die Politik so für die Bauern und den ländlichen Raum positiv mit zu gestalten.

Abschließend: Sie haben bei der Wintertagung in Wien gemeinsam mit Stephan Pernkopf festgehalten, dass man eine Ombudsstelle für Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft einrichten will. Bitte sehen Sie diese unsere Vorschläge genau als solche konkreten, ernsthaften Gedanken wie Anliegen von – in unserem Fall steirischen Bauern.

 

Herzliche Grüße,

LKR Johann ILSINGER, LKR Johann HERBST,

Obmann UBV Steiermark Obmannstellvertreter UBV Steiermark

Problem – Dünge-Verordnung Graz-Radkersburg

Gefordert wird: Vertragswasserschutz mit

1.000,-- Euro Abgeltung pro Hektar und Jahr!!!

 

Es braucht einen Vertragswasserschutz mit einer Entschädigung – Index angepasst für die betroffenen Bauern. Die Diskussion rund um eine diktatorische Zwangsverordnung für den Grundwasserschutz von Graz bis Radkersburg in der

aktuell diskutieren Verordnungen, die von der Politik mit dem Hammer durchgesetzt werden soll, ist so unakzeptabel.

 

o Es steht aus bäuerlicher Sicht außer Streit, dass man das Wasser als die wichtigste Lebensressource schützen muss

o Es steht auch aus bäuerlicher Sicht außer Streit, alle wichtigen Maßnahmen zu setzen, die es braucht damit das Wasser in bester Qualität zur Verfügung steht

o Es ist aber unakzeptabel, dass Wasserversorger ein Geschäftsmodell auf Kosten und am Rücken der Bauern aufbauen und die Bauern in jeder Hinsicht für dieses Geschäftsmodell die Zeche zahlen

o Es ist unakzeptabel, dass man einen Grundwasserbrunnen um den anderen ohne Rücksicht auf Verluste baut und gleichzeitig dann neue Einschränkungen für die Bewirtschaftung der Bauern ohne Abgeltung erfinden

 

Es braucht ein Modell mit Vertragswasserschutz gegen Entgeltleistung

 

Aus der Sicht der Bauern ist daher ein vernünftiges Modell des Interessensausgleichs erforderlich, der den Bauern eine Landbewirtschaftung ermöglicht, welche den Bauern ökonomisch nicht den Boden unter den Füßen wegzieht!

Das aktuell diskutierte bzw. vorgeschlagene Modell ist ein Angriff auf ein Eigentumsrecht auch für die Bauern. Ohne Wasser keine Lebensmittel und damit keine lebendigen Regionen. Wenn man Maßnahmen für den Wasserschutz setzt, dann ist eine finanzielle Abgeltung für die damit einhergehenden Einschränkungen notwendig.

Daher braucht es ein Modell, wo der Wassernutzer diese Auflagen mit einem dementsprechend angepassten Wasserpreis bezahlt. Damit ist das Thema politisch außer Streit und die Mittelaufbringung über die Wasserversorgung stellt auch sicher, dass die Bauern nicht am Gängelband irgendeiner politischen Laune hängen!

 

 

Die Forderung lautet daher: Ein Modell für Vertragswasserschutz in der Praxis für die Region Graz – Radkersburg. Es braucht dazu 1.000,-- Euro Abgeltung pro Hektar und Jahr!

 

Wer Wasser nutzt und verbraucht, dem sollte es auch etwas wert sein. Aktuell liegt der

Wasserverbrauch pro Person und Jahr im österreichischen Schnitt bei rund 135 Liter pro Tag. Das sind im Jahr also rund 50.000 Liter Wasser oder 50 m³.

Wenn rund um diese Verordnung 30.000 ha Land ausgewiesen werden, dann kostet die

Entschädigung für diese Flächen mit den damit einher gehenden Einschränkungen 30 Mio. Euro.

Die Nutzungsregion umfasst rund 600.000 Personen. 600.000 Personen benötigen also rund

30.000.000 m³ Wasser. Daher sind für diesen Verbrauch je m³ 1 Euro zu verrechnen und damit sind die Kosten für die Abgeltung an die betroffenen Betriebe eingespielt.

Niemand muss dann mit irgendeiner politischen Partei eine Diskussion führen, ob es ein Geld gibt und wann es ein Geld gibt. Niemand ist dann noch einem Willkürakt ausgeliefert! Abgesehen davon verliert in der aktuellen Situation auch keiner das Gesicht, weil man endlich auf Sachebene eine Problemstellung sachlich diskutiert und dementsprechend zufriedenstellend für alle löst.

Zudem hat diese Maßnahme auch einen grundsätzlichen Effekt beim Wassernutzer, der dann auch lernen wird und will, die Ressource Wasser dementsprechend sorgfältig einzusetzen!

Daher ist aus Sicht des UBV ein Vertragswasserschutz mit einer dementsprechenden

Leistungsabgeltung an die Bauern die Lösung für die Bauern! Nachdem es einen

„Jagdpachtschilling“ oder andere Modelle auch eines Vertragswasserschutzes wie am Beispiel im Großraum Graz gibt, muss dies auch für die Fragestellung in der Region Graz – Radkersburg möglich sein.

Schließlich sollte dieses Modell generell für Einschränkungen in der Bewirtschaftung von Land durch die Bauern über eine Vertragslandwirtschaft angewendet werden. Wer Erschwernisse umsetzen muss, dem wird dies mittels Vertragslandwirtschaft für die betroffenen Flächen und den damit einher gehenden Minderertrag abgegolten!

Holzmarkt: Marktbeobachtung ist jetzt besonders wichtig!

„Waldsteirer“ aufgepasst: Zweifelsohne ist es wichtig – egal wie die Marktlage auch sein mag - Maßnahmen der Waldhygiene vorzunehmen und etwa Borkenkäferbäume rechtzeitig aus dem Wald zu entfernen.
Doch darüber hinaus sollte bei Preisen unter 90 EUR pro Festmeter des Leitsortimentes Fichte jeder Wald- und Holzeigentümer, gehörig nachdenken, ob zu diesen „Diskontpreisen“ sein Eigentum Holz unterpreisig den Eigentümer wechseln sollte. Denn manche „Marktpartner“ nutzen anscheinend die gemeldeten großen Schadholzmengen aus Polen und Bayern aus, um bei uns die Preise zu drücken. Als UBV-Landeskammerrat rate ich, sich durch dieses Marktgeschehen nicht furchtsam ins Boxhorn jagen zu lassen und eine Schlägerung und einen Verkauf von Blochholz nach Möglichkeit unter diesen unfairen Bedingungen zu vermeiden. Stattdessen gibt es im Wald Arbeit genug: Denken Sie etwa in Ruhe über geeignete Maßnahmen zur Durchforstung nach.

Mogelpackung. Bauernbund verschleppt HIlfe für Bauern in Not.

EIGENTOR. Diesen Fehltreffer hat heute die ÖVP im Ausschuss für Agrar- und Sozialpolitik der LK Steiermark geschossen. Sie stimmten heute gegen einen Antrag des Unabhängigen Bauernverbandes (UBV) zum Thema „Besteuerungsorgie stoppen - Eigentumsrechte schützen!“ Dass es auch anders geht, zeigten die Freiheitlichen, die folgenden UBV-Antragstext mit ihrer Stimme unterstützten:
„Die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Steiermark fordert die österreichische Bundesregierung und den österreichischen Nationalrat auf, für die vielen Not leidenden Bauern im Lande (aufgrund insbesondere von Milchkrise, Russland-Sanktionen, Frost- und Schneedruckschäden, Überschwemmungen und Hagelschaden, daraus resultierenden massiven Preisverfall und Ernteschäden) ein „rot-weiß-rotes nationales Hilfspaket“ umgehend zu schnüren, um möglichst viele bereits am Rande des wirtschaftlichen Ruins bestehende landwirtschaftliche Betriebe zu retten und für die Zukunft zu sichern.“
Sollte die ÖVP und ihr Bauernbund im aufkommenden Wahlkampf das Wort zum ‚Schutze des Eigentums‘ erheben, werden wir uns schief lachen und an die heuchelnden Pharisäer denken, denen kein Wort zu glauben ist. Das ist nichts Neues, Herr Minister Kurz, sondern ÖVP-Politik der uralten Art und Weise.

Bauernpflanzen auf Steirisch

Düngergestz, das zum Himmel stinkt!

Bauernpflanzen auf Steirisch:
Düngergesetz, das zum Himmel stinkt!

 

Die Düngerverordnung zwischen Graz & Radkersburg, seit 2016 in Kraft - ist komplett praxisuntauglich! Sie ist so ausgelegt, dass man die Bauern von den Höfen vertreiben will!

 

Auf Basis dieser Verordnung werden die betroffenen Bauern - weit über 1.000 Betriebe - von der eigenen Standesvertretung wie von Beamten bis zum "Geht nicht Mehr" schikaniert!

 

Der Agrarlandesrat Seitinger stellt sich demonstrativ auf die Seite der Wasserversorger, welche auf einer Kleinstfläche des Landes Wasser auf Teufl komm raus aus dem Grundwasser entnehmen. Das ist ein ökologisches Desaster.

 

Anstatt dem schamlosen Treiben Einhalt zu gebieten, unterstützt offensichtlich Agrarlandesrat Seitinger die Aktivitäten der Wasserversorger! Wasser ist für die Bauern wie ein Eigentumsrecht. Seitinger unterstützt aber nicht die Bauern, sondern er will zudem die sogenannten Hausbrunnen schließen. Es trifft da wieder auch viele Bauern!

 

Wie die gesamte gewählte Bauernvertretung - neben Landesrat Seitinger auch Titschenbacher & Pein mit Kammerdirektor Brugner - die Spitzen der Landwirtschaftskammer Steiermark - komplett versagt und schweigend zuschaut, wie man die Bauern abmontiert!

 

Ab dem 2. April (zufällig) ein Sonntag dürfen die Bauern erst wieder Gülle ausbringen! Der entstehende wirtschaftliche Schaden der Bauern ist enorm, von ihren eigenen Vertretern gibt es ab keine Hilfe sondern eher Unverständnis, weil diese von den wahren Problemen der Bauern augenscheinlich keine Ahnung hat.

Aktuellen Presseaussendungen

Für Sie im Überblick!

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Ihnen unsere aktuellen Presseaussendungen übersichtlich und informativ präsentieren. Unter: Lesen Sie mehr  gelangen Sie direkt auf die Unterseite UBV Presseaussendung.

Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihr UBV Steiermark Team

Buch “Agrarpolitische Eskapaden” von Dipl.-HLFL-Ing. Wolfgang Müller

Das neue Buch “Agrarpolitische Eskapaden” mit dem Untertitel “Inkompetenz ist nicht strafbar” ist am 15.04.2016 erschienen. Es kann in jeder Buchhandlung unter ISBN 978-3-9503517-5-0 bestellt werden.
Direktbezug: Buschfeuerverlag, 2103 Langenzersdorf,
Korneuburger Str. 66. Preis € 16,50.
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