Presseaussendung 26.2.2019

Was ist 1 ha Kulturland wert? Was ist die Nutzung von 1 ha Almweiden und Almwiesen wert? Es fehlt jede Rechtssicherheit, die Grenzen des Zumutbaren sind erreicht!

Nimmt man das skandalöse Urteil rund um eine tödliche Kuhattacke in Tirol zur Hand, dann ist (1) ein ha Kulturland 490.000,00 Euro wert. So hoch ist der Betrag, zu dem der Grundbesitzer in erster Instanz verurteilt wurde. Würde man den Betrag mit 100 ha ansetzen, dann wären dies stolze 4.900,00 Euro.

Dazu zeigt das skandalöse Urteil nach dem dramatischen Vorfall 2014 in Tirol: Ohne Rechtssicherheit müssen Bauern Ihre Almen & Wiesen sperren bzw. deren Betreten vorläufig verbieten. Das will eigentlich niemand. Wer sich aber nicht schützt, der gefährdet nach so einem Urteil seine Existenz.

Mit Hund auf die Weide - tot!

Was 2014 mit einer Tragödie begann, endet vorläufig mit einem ruinösen Urteil für den Bauern, welcher die Tiere auf der Weide hatte. Was man bisher weiß: es soll sich um einen öffentlichen Weg handeln, der durch eine Weide führt. Auf diesem sei eine Wanderin mit ihrem Hund unterwegs gewesen. Die Warnhinweise, welche angebracht waren, wurden scheinbar ignoriert. Man hätte die Weiden abzäunen müssen hört man als Argumentation vom Richter. Weil dies nicht erfolgt sei, gebe es dieses Urteil.

Das Urteil ist ein Skandal

Dieses Ersturteil ist ein Skandal. Es gibt auch eine Eigenverantwortung. Wenn man an allen Ecken und Enden immer wieder auf die Gefahren hinweist, die beim Queren einer Fläche mit Weiderindern bestehen - insbesondere wenn man mit einem Hund unterwegs ist – dann sollte es auch so etwas wie eine Verantwortung des Hundehalters geben. Der Richter meinte, diese Eigenverantwortung sei im aktuellen Fall nicht von großer Relevanz. Die Schuld treffe in erster Linie den Tierhalter. Der betroffene Bauer soll nun 490.000,00 Euro zahlen, weil eine Wanderin meinte, sie müsse keine Eigenverantwortung leben. Und mit dem tragischen Tod macht man jetzt auch noch ein Geschäft. Wenn dieses Urteil hält, können wir die Weidehaltung beenden und es werden damit gezielt Bauernhöfe vernichtet!

Eine Tragödie – weil keine Eigenverantwortung

Der Tod dieser Dame durch eine Kuhattacke ist eine Tragödie und nicht mehr reparierbar. Das macht betroffen und stellt die Frage, war das nicht vermeidbar? Ohne Hund wäre der Dame mit höchster Wahrscheinlichkeit nichts passiert. Der Hund ist für die Rinder in ihrer Wahrnehmung aber eine Gefahr.

Vor allem dann, wenn die Kühe mit Kälbern auf der Weide sind. Wo endet daher dieses Urteil?

Wenn beim Queren einer schneebedeckten Alm eine Lawine abgeht, ist dann auch der Bauern dafür verantwortlich? Oder wenn ein Wanderer auf einem Kuhfladen ausrutscht und sich bei einem Sturz die Hand bricht, ist dann auch der Bauer bzw. Tierhalter schuld? Es scheint, es ist eine verkehrte Welt.

Grenzen des Zumutbaren sind erreicht

Losgelöst von diesem tragischen Fall stellt sich immer deutlicher heraus: die Egoismen von Bürgern fordern den Bauern immer mehr ab. Das geht bis hin zur Vernichtung von bäuerlichen Existenzen.

Überall gibt es Spielregeln, die einzuhalten sind. Wenn es um die Landwirtschaft geht, dann meint jeder er dürfe alles tun und die Bauern hätten dies gefälligst schweigend hinzunehmen. Bei allem Respekt: so kann es nicht weitergehen. Täglich neue Auflagen, alle möglichen Gebote und Verbote und dann soll man im internationalen Wettbewerb bestehen? Diese Gleichung stimmt nicht!

Die Bauernvertretung ist auch – mehrfach – in der Pflicht

Die Gesellschaft nimmt sich bei den Bauern alle Rechte heraus. Bei jeder Firma würde es eine Besitzstörungsklage mit finanziellen Forderungen geben, würde man auf Privateigentum herum rennen.

In der Land- & Frostwirtschaft gelten diese Regeln nicht. Da zieht auch die Standesvertretung immer wieder den Kopf ein und meint, sie könne sich vorbei schwindeln. Doch das funktioniert nicht.

Genauso wie es nicht angeht, dass die Bauernvertretung ständig zusieht, wie bei internationalen Handelsabkommen die Bauern mit ihren Produkten die Zeche für andere Bereiche zahlen! Warum wehrt sich kaum ein gewählter Bauernvertreter und sagt wie es nicht gehen kann?

Ein Beispiel aus dem Bereich Handel: damit die EU – vor allem die deutschen Autobauer – keine Zölle durch die USA aufgebrummt bekommt, gestand man den USA 2018 zu, mehr Sojaschrott in die EU zu liefern. Das hatte zur Folge, dass die USA 2018 viermal (4 x) mehr an Sojaschrott in die EU lieferten, als 2017. Die Landwirtschaft zahlte also die Zeche für die Interessen der Autohersteller in Europa!

UBV fordert Rechtssicherheit – Gemeinden & Tourismus sind in der Pflicht

Das Urteil – es ist zu hoffen, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist – zeigt eines deutlich auf: ohne sicheren Rechtsrahmen muss man die freiwillige Betretung von Almflächen und Weiden sofort unterbinden. D.h. konkret: es braucht eine Rechtssicherheit, wo der Nutzer eigenverantwortlich ist und die Bauern bzw. Grundeigentümer in keinem Fall eine Haftung bei Unglücksfällen tragen. Aus der

Sicht des UBV ist das ein klarer Auftrag an die Gemeinden, die im Zusammenhang mit dem Tourismus die erste Instanz sind. Die Gemeinden müssen mit dem Tourismus für eine Rechtsschutz- & Haftpflichtversicherung sorgen. Diese zahlt am Ende der Gast. Das muss man diesem weiterverrechnen.

Ein (1) ha Kulturland kostet im Jahr mindestens 900,00 Euro

Die aktuelle Situation ist – losgelöst vom aktuellen Urteil – ein untragbarer Zustand. Alle wollen alles aber keine will dafür bezahlen. Weil die Spielregeln für die Land- & Forstwirtschaft vorne wie hinten

nicht passen, brauchen wir eine neue, andere GAP. Der UBV hat dazu einen konkreten Vorschlag zur Diskussion auf den Tisch gelegt. Derzeit lebt die Gesellschaft auf Kosten der Bauern billig. Die

Gesellschaft bedient sich seit Jahrzehnten am bäuerlichen Eigentum. Einerseits bei der kostenlosen Benützung von fremdem Eigentum und andererseits daran, dass Lebensmitteln nichts kosten dürfen.

Die Almosen als Abgeltung für billigste Lebensmittel verleiten offensichtlich die Gesellschaft zu der irrigen Annahme, sie hätten alle Rechte und keine Pflichten. Das muss sich ändern.

 1 ha Kulturlandschaft muss in Zukunft etwas kosten – z.B. 900,00 €/Jahr, dann wird die Arbeit der Bauern einen Wert haben.

Volkssport – „jeder - wir dürfen alles, die Bauern nichts“

Die Politik hat es zugelassen. In der Meinung, wegen der "Almosen an Abgeltung" für die Landwirtschaft seitens der Öffentlichkeit habe man den Mund zu halten. Seit dem Krieg gilt, das Essen dürfe nichts kosten! In den beiden Jahrzehnten seit dem EU Beitritt kam weiter dazu: es muss alles noch billiger werden, die Auflagen werden jährlich erhöht. Und in der Zeit der Egoismen wird Eigentum mit Füßen getreten. Weil die Politik dieses Treiben schweigend duldet, werden die Gratis-Nutzer immer frecher.

Das Beispiel mit der Alm ist eines. Die schrankenlose Wassernutzung in der Region Graz-Radkersburg ist ein anderes. Wer will, dass seine Rechte ernst genommen werden, der muss seine eigene Vertretung in die Pflicht nehmen oder austauschen! In selben Ausmaß, wie Begehrlichkeiten auf fremdes Eigentum

steigen, nimmt die Eigenverantwortung ab. Für jeden selbst verschuldeten Fehler soll die Allgemeinheit zahlen. Das muss sich ändern - sofort. Damit das Land offen bleibt.

Presseaussendung 9.9.2017

Vor der Wahl ist nach der wahl

Zahlreiche interessierte Bäuerinnen und Bauern konnten die Veranstalter LKR Johann Herbst und LKR Johann Ilsinger zur Podiumsdiskussion über die Bauernzukunft und die damit verbundenen notwendigen Vorschläge zur Lösung der Problemstellungen in der Landwirtschaft am Freitagabend, den 8. September 2017 in Sinabelkirchen begrüßen.

Zu den Themen

1)    Welchen Stellwert hat die Landwirtschaft in Ihrer Partei?

2)    Welche konkreten Akzente hat Ihre Partei in der abgelaufenen Periode für die österreichischen Bauern gesetzt?

3)    Was sind aus Ihrer Sicht die Ursachen für das zunehmende Bauernhofsterben in Österreich?

4)    Was muss sich aus der Sicht Ihrer Partei ändern, damit die Landwirtschaft in Österreich eine positive Zukunft hat?

5)    Welche Unterstützung können sich die österreichischen Bauern von Ihrer Partei erwarten?

referierten die Vertreter von FPÖ (Peter SCHMIEDLECHNER - NÖ), GRÜNE (Clemens STAMMLER - OÖ), NEOS (Uwe TRUMMER - Steiermark) sowie Die WEISSEN (Leo STEINBICHLER – vormals TEAM STRONACH - OÖ).

Die SPÖ und die ÖVP zogen es vor, bei dieser Veranstaltung, wo es konkret um Bauernanliegen und Bauernfragen ging keine Vertreter zu schicken bzw. zu nominieren.

Viele Gemeinsamkeiten & einige deutliche Unterscheidungen

In ihren Ausführungen zu den 5 Kernfragen waren sich die Referenten bei vielen Themen durchaus einig, wo es klemmt und wie man die Problemstellung lösen könnte.

Vor allem bei den Themen

ü die Wiedereinführung des Agrardiesels

ü die klare Produktkennzeichnung nach Herkunft – egal ob Österreich oder Import, die nicht verwässert und damit die Konsumenten verunsichert

ü die Vereinheitlichung des Pensionssystems – also konkret eine Gleichstellung der Bauern bei der Pension mit anderen Berufsgruppen

ü die deutliche Reduktion des aufgeblähten Verwaltungs- wie Bürokratie-Apparates

ü das Ende der Schikanen mit überzogenen Kontrollen – nicht aus Brüssel sondern von Wien kommend

ü eine Reform der neu in Kraft tretenden Pauschalierungsverordnung wie die unrechtmäßige Erhöhung der Einheitswerte

waren die Vorstellungen der Referenten in Ihren Aussagen sehr deckungsgleich.

 

Bei Fragen den internationalen Handel, die Verarbeitung und die Vermarktung betreffend sowie Fragen zu globalen Entwicklungen sieht man doch deutlich differenziert. Während für NEOS Vertreter Trummer zumindest CETA kein Hemmschuh für die Entwicklung der heimischen Landwirtschaft ist, waren Schmiedlechner, Stammler und Steinbichler hier schon deutlich anderer Ansicht.

Die Konzentration von Verarbeitung und Vermarktung wurden generell kritisiert. Insbesondere die internationalen Verflechtungen und das Zuarbeiten für die Konzerne in Brüssel wurden aber wieder von allen Referenten sehr kritisch angesprochen. Das Ziel, billigste Lebensmittel auf Kosten der Landwirtschaft bereit zu stellen, das habe man in der engen Kooperation Brüssel & Konzerne mit Unterstützung von nationalstaatlichen Entscheidungen erreicht. Auf der Strecke bleiben die bäuerliche Landwirtschaft bzw. Familienunternehmen.

Insgesamt war es eine Diskussion über Bauernanliegen und Bauernsorgen auf einem hohen Niveau, mit einer kritischen Betrachtung der bestehenden Schwachstellen. Viele gemeinsame Schnittstellen sollten es eigentlich in der nächsten Regierung möglich machen, dass es für zentrale Anliegen der Bauern auch dementsprechende Unterstützungen im Parlament wie in der Bundesregierung gibt.

 

UBV Steiermark Forderungen & Vorschläge

die Bauern & den Ländlichen Raum betreffend

 

Unabhängiger Bauernverband Steiermark (UBV Steiermark) Obmann LKR Johann Illsinger und Obmann-Stellvertreter LKR Johann Herbst skizzierten in ihren Ausführungen die konkreten Vorschläge wie Anregungen des UBV Steiermark die Bauern & den Ländlichen Raum betreffend.

 

Dazu gehören auch die vor- und nachgelagerten Betriebe wie Bereiche. Landwirtschaft besteht ja nicht nur aus Bauernhöfen, wo man z.B. Tierhaltung, Ackerbau, Obst- Wein oder Gartenbau betreibt. Ein wesentlicher wie wichtiger Faktor ist der begleitende Bereich der Verarbeitung wie der Vermarktung. Also alles direkt wie indirekt mit betroffene Branchen. Es geht insgesamt um tausende Jobs in und rund um die Land- & Forstwirtschaft und damit im Ländlichen Raum. Ilsinger & Herbst konkret:

 

v Weiterentwicklung der GAP: Von der EU-Agrarpolitik wie von der nationalen Agrarpolitik erwarten wir uns rund um die bevorstehenden GAP-Verhandlungen eine Stärkung der bäuerlichen Familienbetriebe und damit des Arbeitsplatzes am Bauernhof

v Arbeitsplatzförderung: Es ist notwendig, eine Reduzierung der Flächenförderung hin zur Förderung des Arbeitsplatzes am Bauernhof umzusetzen

v Ausgleichzahlung für Benachteiligungen: Die Ausgleichszahlungen sind als solches zu verwenden wofür sie gedacht sind – nämlich ein Ausgleich für Benachteiligungen wie für benachteiligte Gebiete

v Faire Rahmenbedingungen: Im Zusammenhang mit Benachteiligungen muss bei der Weiterentwicklung der GAP das Thema faire und damit gleiche Wettbewerbsbedingungen an oberster Stelle stehen. Derzeit gibt es dazu in vielen Bereichen eine Schieflage zu Ungunsten der heimischen Bauern

v Faire Bauernpensionen: Eine zentrale Frage sind die Pensionen in der Landwirtschaft. Diese sind – wenn sie unter der Mindestsicherung liegen dieser anzupassen. Das Ausgedinge ist aus der Bewertung für die Pensionen der Bauern weg zu lassen. D.h. die Bauernpension kann nicht durch ein allfälliges Ausgedinge - eine Vereinbarung zwischen Hofübergeber und Hofübernehmer - verkürzt werden. Die Pensionen für die Landwirtschaft sind den allgemeinen Spielregeln bei Pensionen gleichzustellen

v Klare Lebensmittelkennzeichnung: Lebensmittel die in Österreich erzeugt, verarbeitet und verkauft werden müssen für den Kunden klar verständlich gekennzeichnet werden. Am besten mit einem einzigen Gütesiegel. Die klare Kennzeichnung gilt auch für Waren aus dem Ausland. Die Kennzeichnung muss verpflichtend bei allen Vertriebsformen gelten, also auch im Lebensmittelhandel wie in der Gastronomie. Damit hat der Konsument die Wahlfreiheit und der Produzent die Sicherheit, dass man Äpfel mit Äpfel vergleicht und bei der Kennzeichnung nicht etwas vorgibt, was nicht stimmt

v Abbau von Bürokratie & Schikanen: Ein Muss sind der Bürokratieabbau und eine Normalität bei Kontrollen. Derzeit sind viele Vorgaben eine reine Schikane (oft von Brüssel bestellt und national ohne Widerspruch angenommen bzw. sogar noch verschärft).

v Neubewertung der Pauschalierungsverordnung & der Registrierkassenpflicht: Die neu in Kraft tretende Pauschalierungsverordnung & die unselige Registrierkassenpflicht brauchen ein neues Bewertungssystem. Beide sind ungerecht und nicht der Praxis entsprechend. Sinkende Bauerneinkommen und steigende Abgaben passen nicht zusammen

v NATURA 2000 nicht auf Kosten der betroffenen Bauern: Bei den Natura 2000 Flächenausweisungen darf die Landwirtschaft nicht bei der Ausübung ihrer Arbeit gehindert oder eingeschränkt werden, allfällige Einschränkungen sind abzugelten

v Absicherung eines intakten Ländlichen Raumes: Naturkatastrophen zeigten deutlich auf, wie wichtig ein gesunder Bauernstand ist. Er hat eine wesentliche Rolle als Motor wie Hilfsleister - vor allem für Freiwilligenorganisationen am Land. Diese lebenswichtige Säule für alle im ländlichen Raum lebenden Bürger gibt es nur mit einem gesunden Bauernstand.

v Ein gesunder Bauernstand bedeutet, mit den Erzeugnissen aus der Landwirtschaft so ein Einkommen zu erwirtschaften, dass die Aufwendungen wie die Investitionen verdient werden können. Das ist derzeit meist nicht möglich. Will man die Bauern zur Erhaltung der offenen Kulturlandschaft sowie für die Erzeugung regionaler Lebensmittel, braucht es mehr Geld für die Bauern. Nachdem viele Bauern nicht einmal mehr ihre Aufwendungen für Betriebsmittel erwirtschaften können und diese auf Pump Betriebsmittel kaufen müssen, braucht es deutlich mehr Geld aus der öffentlichen Hand für die Bauern. Die Alternative sind keine Bauern, kein gepflegtes Kulturland durch Bauernhand und keine regionalen Lebensmittel sowie keine Ernährungssouveränität. Der Staat wird erpressbar. Wenn man für Wirtschaftsmigranten locker 2 Milliarden im Jahr hat oder jährlich für die ÖBB mehrere Milliarden zahlen kann, dann ist eine Verdoppelung des Agrarbudgets recht und billig.

v Sicherung der Ressource Wasser für die Land- & Forstwirtschaft. Es braucht ein funktionierendes Wassermanagement für das ganze Land, wo die Notwendigkeiten der Landwirtschaft zum Thema Wasser außer Streit stehen und damit gesichert sind. Wie es nicht funktioniert ist das Beispiel einer Düngerverordnung in der Steiermark für die Region Graz – Bad Radkerburg. Aus der Sicht der Landwirtschaft setzt man hier einen Willkürakt ohne Rücksicht auf die Bauernanliegen. Seit mehr als 3 Jahren diskutiert man ohne konkrete Lösungen für die betroffenen Bauern

v Arbeitszeitgesetz & Entlohnung Fremdarbeitskräfte: Run

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Presseaussendung 31.3.2017

Zukunft Bauernstand: zwischen Erwartungen & Zwängen

 

Vor einem mit Teilnehmern gut gefüllten Saal verlief gestern eine von UBV Steiermark Obmann Hans Ilsinger, Obmannstellvertreter Hans Herbst sowie UBV Bezirksbäuerin Christine Landl organisierte Impulsveranstaltung in Aigen im Ennstal, GH Fritz über die Zukunft des Bauernstandes.

Mit dem Bauernsprecher Hans MEISTER vom „Fortschrittlichen Landwirt“ konnte man einen profunden Kenner der heimischen Agrarszene aber auch weit darüber hinaus als Referent gewinnen! Meister sprach in seinen Ausführungen ungeschminkt Fakten wie Tatsachen der heimischen Land- und Forstwirtschaft an. Ein Kernproblem sieht er in der Verpolitisierung der Agrarwirtschaft. Jeder redet über Agrarpolitik mit, viele wollen den Bauern ihre Kernkompetenzen absprechen wie streitig machen!

 

Warum sagen NGO´s, wo es für die Bauern lang gehen soll?

Es sei ein Unfug, dass beispielsweise NGO´s Umweltdachverbände usw. den Bauern erklären und vorschreiben wollen, wie diese zu arbeiten, zu wirtschaften hätten. Wie man Tierhaltung richtig mache, wie Ackerbau, Grünlandwirtschaft oder Forstwirtschaft richtig betreibe! Man muss sich als Bauern die ernsthafte Frage stellen: wieso gehen Lebensmittelketten zu den NGO´s und lassen sich von diesen die Spielregeln für den Handel mit Lebensmitteln schreiben, welche die Bauern dann umzusetzen haben?

Man muss sich offen die Frage stellen, was ist mit der Bauernvertretung los?

Warum schafft es der gesamte Agrarbereich mit Agrar Ressorts auf Landes- wie Bundesebene, mit Kammern, mit Ausbildungsstätten, mit Kontrollstellen und was weiß der Teufel noch alles nicht, eine klare Benchmark zu setzen, wie Landwirtschaft in der Praxis geht und zu funktionieren hat. Damit die Bauern eine echte wirtschaftliche Perspektive haben!

Schließlich betonte Meister, dass sich die Bauern auch beim eigenen Schopf packen müssten und selberdeutlich artikulieren müssen, was sie brauchen, was sie wollen und wie sie Zukunft für bäuerliche Betriebe gestaltet haben wollen. Wenn man es nicht selber tue, dann werden es die anderen tun!

 

Bauern wollen eine aktive Bauernvertretung

In der von Obmann Ilsinger geleiteten Diskussion zeigte sich, dass die Bauern sehr sachlich aber auch unmissverständlich ein anderes Umgehen mit ihren Anliegen von den gewählten Vertretern auf Bundes- wie Landesebene erwarten! Dabei gab es deutlich kritische Worte an die Landwirtschaftskammer und die Agrar-Ressorts in Graz und Wien gerichtet. Konkret ist für die Bauern nicht nachvollziehbar, dass man z.B.

 

Eine Einheitswerterhöhung trotz sinkender Einkommen hat

_ Auf Vorschlag der Bauernvertretung (Landwirtschaftskammern) eine deutliche Erhöhung der Einheitswerte zu schlucken hat, obwohl die Bauerneinkommen um 16% zurück gegangen sind!

_ Man sieht im derzeit praktizierten Pauschalierungssystem eine Schwachstelle, die sofort zu ändern sei. Man sollte eine Umsatzsteuerpauschalierung ins Auge fassen. Die hätte zwei Vorteile: einerseits ist eine Steuerleistung fällig auf tatsächlicher erfolgte Umsätze – dies sei allemal ehrlicher. Undzudem stärkt man die Aufzeichnung, also die Selbstkontrolle nach innen.

_ Die derzeit gültige Pauschalierungsverordnung ist ein Freibrief, den Bauern das Geld aus der Tasche zu ziehen, welches sie gar nicht verdient haben. Und das auf Vorschlag der Landwirtschaftskammer.

 

2. Dieselsteuer Rückvergütung

Presseaussendung 7.11.2016

Man will die Bauern ausrotten!

Handel und Wirte werden bald das Gras selber fressen müssen!

 

In spätestens 10 Jahren werden der Lebensmittelhandel und der Tourismus - also auch die lieben Wirte, die sich weigern eine klare Kennzeichnung für die in deren Küche verwendeten Produkte zu tun - sie werden also das Gras auf den Berghängen und den Wiesen selber fressen müssen, soll es noch ein blühendes Land geben! Die Bauern wird man ausgerottet haben!

 

Wieder einmal sind die Bauern - nun die Milchbauern - die Idioten der Nation! Der Lebensmittelhandel wirbt mit der Idylle der von "Bauernhand" geschaffenen Landschaft, die Touristiker machen Ihre Werbung mit der von „Bauernhand“ geschaffenen Kulturlandschaft und die Bauern sind die Deppen, wenn es um vernünftige Einkommen geht! Es kassiert wie am aktuellen Beispiel bei der Milch augenscheinlich nur der Handel!

 

Die Bauernvertretung macht Presseaussendungen - einem Jammerlappen gleich - wo sie feststellt, was alles nicht gehe und man appelliert halt an das Gegenüber auf mehr Fairness! Dieses Gegenüber, egal ob Handel oder Tourismus lacht sich die Augen aus und klopft sich auf die Schenkel. Und die Bauernvertretung gibt ein weinerliches, jämmerliches Bild ab!

 

Wenn ein Bauernvertreter dann noch schreibt, dass man nichts machen könne - aber gleichzeitig ungerührt seinen Gehalt einstreift, dann muss man deutlich fragen: wozu brauchen wir eine Bauernvertretung, die eh nichts machen könne?

 

 

Geiz ist Geil rottet Bauern aus

Der Handel und auch der Konsument werden erst dann kapieren, dass die Strategien des "Geiz ist Geil" und "importierte Lebensmittel seien viel besser - da billiger" komplett daneben ist, wenn sie das Gras selber fressen müssen - wenn sie noch eine gepflegte Landschaft zum Werben haben wollen. Aber angesichts des aktuellen Verhaltens wird dies ihnen vermutlich auch egal sein.

 

 

Bauernaufstand oder Bauernsterben

Es wird daher schon so sein müssen, dass die Bauern selber sagen wo die Grenzen des Zumutbaren sind. Wer schweigt und sich seiner Haut nicht wert, glaubt entweder selber nicht mehr an sich oder aber akzeptiert, dass ihn andere ausradieren wollen. Dem ist dann aber auch nicht zu helfen!

 

Appelle und Süßholzraspeln interessiert keine Sau. Sogar beim Kasperl Theater wird der Böse gehaut und nicht gestreichelt! Das den Schweigern der Bauernvertretern ins Stammbuch!

 

Der berühmte Ernst HAPPEL würde in seiner ungeschminkten Sprechweise sagen: die haben ja bereits beim Aufstehen einen braunen Strich in der Hose (das war seine Anspielung im Zusammenhang mit Fußballern, die nichts zustande brachten, weil sie einen braunen Strich in der Hosen - also volle Hosen hatten).

 

Das muss man auch über die Bauernvertretung so feststellen.

Presseaussendung UBV Steiermark 12.10.2016

250 Leuchtturmprojekte der Landwirtschaftskammer als

Wunschkonzert zum Ablenken anstatt Problemlösungen!

 

Die Kammerführung der Steirischen Landwirtschaftskammer hat also nun ein Vorhabens Paket für den Bauernstand präsentiert, wie man das Zusperren von weiteren 35.000 Betrieben stoppen will!

 

Zur Erinnerung

In den letzten 15 Jahren (seit dem EU Betritt) haben knapp 35.000 steirische Betriebe ihre Stalltüren, ihre Tore zugesperrt oder ihre Bewirtschaftung eingestellt. Nun, es ist durchaus löblich, wenn die Standesvertretung versucht, neue Wege für die Bauern zu finden!

 

Nebenschauplätze und nicht die Brennpunkte

Das Problem an der ganzen Sache ist aber, dass man sich auf Nebenschauplätze hin begibt und nicht dort hingeht, wo es brennt - wo es weh tut. Das erinnert an ein Fußballspiel, wo die Stürmer den Strafraum meiden oder die Verteidiger sich nicht ums Verteidigen kümmern bzw. der Tormann mit Schmähparaden glänzen will! Die nun präsentierten „Fit für 2030“  Ansätze erinnern daher eher an Märchenbücher als an ersthafte Lösungen. Denn was nutzen Visionen, wenn reale nicht gelöste Fakten die Bauern bereits vor 2030 von den Betrieben wegspülen?! Beispiele für Nebenschauplätze?

 

1)    50 % der Schweineställe sollen sehr tierfreundlich sein!

v Man fragt sich, warum nicht alle? Schließlich ist es das Grundverständnis eines jeden Bauern bzw. Tierhalters, dass er bestmögliche Rahmenbedingungen für die Tierhaltung schaffen will. Aber: es muss generell eine Chance geben, dass man überhaupt noch sinnvoll Tierhaltung betreiben kann! Der Hinweis auf tierfreundliche Schweineställe ist eine Ablenkung auf ein komplettes Versagen bei der Bau- und Umweltgesetzgebung. Weil man derzeit praktisch keine Stallungen mehr bauen kann. Geschweige denn dass man noch wirtschaftlich Tierhaltung umsetzen kann. Dies gilt jedenfalls für die Schweinehaltung.

v Im Zusammenhang mit der Frage „Geruchsbelästigung“ muss man auch die Grundsatzfrage stellen: ist eigentlich allgemein bekannt, dass Tierhaltung auch mit einer Geruchsentwicklung einher gehen kann? Oder ist auch allgemein bekannt bzw. bewusst, dass wenn in einer Ortschaft z.B. 50 Schweinebauern mit a 400 Schweinen wirtschaften am Ende die „Geruchsbelastung“ gleich groß ist, wie wenn in einem Ort auf 10 Betriebe a 2.000 Schweinderl gefüttert werden?

v Schließlich: man will intensiver die Forschung mit der Frage der Geruchsentwicklung beschäftigen. Ohne konkrete Zielvorgabe und konkreter Maßnahmen. Man muss da schon zwei Fragen stellen: Was hat man bisher zu diesem Thema gemacht? Und warum wird der Weg nicht genau definiert? Das ist ein Handeln ohne Plan!

 

2)    Mehr „Urlaub am Bauernhof“ und „Therapiehöfe“

Es ist ein Klassiker der Agrarpolitik in unserem Land: ist diese nicht imstande oder gewillt, die agrarpolitischen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass man wettbewerbsfähig ist, dann wird die Erwerbskombination wie mit „Urlaub am Bauernhof“, „Therapiehöfe“ oder mit „Direktvermarktung“ beschworen! Also man flüchtet auf Nebenschauplätze und will den Bauern wieder neue Dinge rauf dividieren, um vor den Kernproblemen abzulenken.

 

3)    Lebensmittel als Heilmittel etablieren

Liest man diesen Teil der Leuchtturmprojekte, dann stellt sich unweigerlich die Frage: welche „Leuchten“ sind zu dieser Erleuchtung gekommen? Will man damit sagen, dass die bis jetzt erzeugten Lebensmittel nicht gesund waren oder sind? Wer stellt seitens der Bauernvertretung  einen derartigen Ansatz in den Raum???

 

 

Wo sind die Antworten auf die aktuell brennenden Fragen der Bauern?

Uns ist bewusst, dass die Bauernbundmacher und damit die Kammerführung nun wieder auf beleidigt spielen werden, weil man dieses Leuchtturmdenken kritisch hinterfragt.  Tatsache ist, dass wir als aktive Bauern einen derart großen Berg an agrarpolitischen Fehlentwicklungen vor uns liegen haben, welchen man mit keiner einzigen Silbe erwähnt geschweige denn, dass man für deren Lösung einen konkreten Vorschlag auf den Tisch legt! Man muss ungeschminkt die Fragen stellen:

ü Warum verweigert sich die Bauernvertretung in der Steiermark diesen Fragestellungen?

ü Warum ist man nicht bereit oder gewillt - wir wiederholen uns hier - zu diesen konkreten Fehlentwicklungen bei den Rahmenbedingungen Stellung zu beziehen bzw. sich endlich auf die Seite der Bauern zu stellen??

 

 

Rosstäuscherei und Ablenkungsmanöver

Was man jetzt versucht, medial auf das Schild zu heben ist eine Rosstäuscherei für die Bauern - ein  Ablenkungsmanöver, um von den tatsächlichen Problemen des Bauernstandes abzulenken!

Man hat fast das Gefühl, da ist man in einer Wohlfühl-Oase bei Kuchen und Kaffee zusammen gesessen, hat sich gegenseitig erklärt, wie schön die Welt ist und sich beim Programm erstellen wie beim Schreiben eines Briefes ans Christkind die Welt in den schönsten Farben ausgemalt.

Man schreibt „…um Wege zu finden damit die noch existierenden Bauern auch nach 2030 noch eine gedeihliche wirtschaftliche Grundlage finden….“!  Sehr geehrte Kammerführung, ihr könnt euch jeden Leuchtturm sparen – denn es wird die meisten Betriebe ohne Lösung der aktuellen Probleme 2030 gar nicht mehr geben!

 

Wo es brennt? Was vertreibt Bauern von den Höfen? Was braucht es?

 

Wenn wir als steirische Bauern eine gedeihliche Zukunft haben sollen, dann brauchen wir keine Leuchttürme sondern dann brauchen wir ganz konkret:

 

1)    Reform der Bauordnung wie der Umweltgesetzgebung

Es braucht - sofort - damit wir wieder Stallungen bauen können, eine Reform von Bau- und Umweltgesetzgebung! Die Bauern sind bereit, alle Standards weit über jede Norm zu erfüllen, wenn sie von ihrem Einkommen wieder leben können! Derzeit können wir nichts bauen, weil wir einen Spießrutenlauf an Instanzen vor uns haben, der jede Zukunftsplanung kaputt macht.

 

2)    Einen fairen Wasserwirtschaftsplan

Wir brauchen - sofort - einen gesamtsteirischen Wasserwirtschaftsplan und nicht das Diktat von Wasserlobbyisten, welche den Bauern den Ackerbau wie die Tierhaltung verbieten wollen wie am Beispiel des Regionalprogrammes von Graz bis Radkersburg. Solche Methoden sind der gewollte Todesstoß für die funktionierende Landwirtschaft in diesen Regionen!

 

3)    Marktsteuerung & Regeln

Wir brauchen - sofort - faire Spielregeln mit Marktsteuerung und nicht Leuchten, die uns den Weg in einige Nische erhellen sollen! Wir leben in erster Linie von Märkten und nicht von esoterischen Zaubereien oder von Nischenprodukten! Nische heißt Nische und bleibt Nische.

Der Großteil der Betriebe wird aber immer die Hauptproduktionssparten betreiben. Das sind nun einmal die Tierhaltung mit Rind & Schwein, Geflügel oder Schafe usw., der Ackerbau, der Gemüsebau, der Obst- und Weinbau, die Sonderkulturen sowie Erwerbskombinationen wie Direktvermarktung oder Urlaub am Bauernhof. Jedoch: jede Sparte braucht umsetzbare Rahmenbedingungen und damit Wettbewerbsgleichheit! Die gibt es derzeit nicht!!

 

4)    Stopp des Russland Embargos

Wir brauchen - sofort - ein Ende des Russland-Embargos! Dieser Willkürakt – obwohl wir ein neutraler Staat sind - kostet allein unserer Landwirtschaft jährlich hunderte Millionen Euro, das entspricht beinahe schon den Agrarbudgets, die wir noch haben! In diesem Zusammenhang fordert der UBV auch den kompletten Ausgleich des Einkommensentfalls der heimischen Bauern aus den Bundesmitteln, denn diese untragbare Entscheidung ist ein Fehlverhalten der Bundesregierung.

 

5)    Korrektur der Steuerreform, Steuerleistung auf Basis des echten Einkommens

Jeder Berufsstand zahlt Steuern auf der Basis des wirklichen Einkommens. Die Bauern  haben aber eine saftige Steuererhöhung, obwohl die Einkommen seit Jahren auf Talfahrt sind. Während die Bauerneinkommen dramatisch sinken, erhöht der Finanzminister die Steuern. Das muss - sofort - geändert werden. Es dürfte bei einem schwarzen Finanzminister und einem schwarzen Agrarminister kein Problem sein, diesen Unsinn wieder zu korrigieren!

 

6)    Stopp der Verwaltungsflut

Wir brauchen - sofort – einen Stopp der Bürokratie, eine Verwaltungsreform. Die Bauern werden Tag für Tag mit immer mehr Papierkram und Auflagen zugeschüttet! So wird Bauern das Land bewirtschaften wie Lebensmittel erzeugen unmöglich gemacht, bis sie zusperren.

 

7)    Neue Exportmärkte

Wir brauchen - sofort - Lösungen bei Exportmärkten. Warum schafft es z.B. Deutschland, Ungarn oder Polen neue Exportmärkte wie China für ihre Erzeugnisse aus der Landwirtschaft zu öffnen? Und warum hat dies die österreichische Agrarpolitik trotz geschwollener Berichterstattungen über die Auslandsreisen von Seitinger & Co bis jetzt nicht geschafft?

 

8)    Schutz des Arbeitsplatz Bauernhof – Mindesteinkommen für Bauern

Der Arbeitsplatz Bauernhof ist ein zentraler Arbeitgeber im ländlichen Raum. Im Zeitalter, wo man für zig tausende Flüchtlinge das Geld abgeschafft hat, ist es recht und billig darüber nachzudenken, wie man einen Arbeitsplatz am Bauernhof erhalten kann.

Daher braucht es einen Ansatz einer „Mindestsicherung“ je Bauernhof/bäuerlichen Arbeitsplatz. Dies ist gekoppelt an eine Mindestleistung, die jeder aktiv bewirtschaftete Betrieb für das Land, die Region erbringt. Leben am Bauernhof geht einher mit Wirtschaften am Bauernhof. Und damit eine Absicherung des ländlichen Raumes.

Außer Lippenbekenntnisse gibt es derzeit nichts für die Stärkung der ländlichen Räume. Vielmehr werden täglich die Ausbaupläne für die Zentralräume und die damit verbundenen Forderungen an Geld für diese öffentlich gemacht. Was mit dem ländlichen Raum passiert, ist egal! Mehr Macht & damit mehr Geld & damit mehr Kontrolle für die Zentralräume. Womit festgeschrieben wird: „Erst stirbt der Bauer, dann das Land“.

Dem muss massiv entgegen gewirkt werden. Bereits jetzt ersticken die Zentralräume am Verkehr und an vielen anderen negativen Entwicklungen, während dutzende ländliche Regionen ausgeräumt sind, als sei ein Atomkraftwerk hoch gegangen! Daher muss sofort für den Arbeitsplatz Bauernhof eine Mindestsicherung in Form eines Mindesteinkommens her.

 

Es braucht Lösungen und keine Leuchttürme

Es sprengt den Rahmen jeder Presse-Aussendung, wenn man die nicht gelösten Brennpunkte des Bauernstandes aufzählt. So groß und hell können Leuchttürme aber gar nicht sein, um jene Brandherde, welche täglich die Bauern zum Aufgeben zwingen zu überstrahlen.

Es scheint so, dass man bei den 900 eingeladenen Leuchtturmbauern die Funktionäre des Bauernbundes eingeschworen hat, den Weg der Vernichtung der Arbeitsplätze am Bauernhof zu verteidigen. Bauern vertreten heißt aber nicht Absichtserklärungen schreiben sondern das ist fast immer ein täglicher Kampf um die Existenzen! Dieser Einsatz scheint in der Steiermark nicht mehr zu gelten! Aus der Sicht des UBV braucht es deshalb dringend einen Paradigmenwechsel – weg von der Selbstlobhudelei oder von Ablenkungsmanövern hin zu konkreten Lösungen für die vorhandenen Probleme. Alles andere ist eine Verhöhnung des Bauernstandes.

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Presseunterlage Pressegespräch UBV Steiermark

 Wir läuten den Kurswechsel ein

Am 31. Jänner 2016 findet die Wahl zur Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft in Steiermark statt. Der UBV Steiermark tritt nach 2011 zum zweiten Mal an!

Oft wurden wir in den letzten Jahren - wie viele unsere Mitstreiter - gefragt: „Warum tut ihr euch das an?“ Die Frage ist berechtigt. Angesichts dessen, dass sich viele gewählte Entscheidungsträger nach einer Wahl oft völlig unzureichend um das Kümmern wofür sie gewählt wurden.

Lesen Sie mehr dazu im PDF.

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Hier finden Sie die archivierten Presseaussendung vom Jahr 2015

Presseunterlagen zum Pressegespräch 16.12.2015

Landwirtschaftskammerwahl 2016- Zeit für Unabhängigkeit

Am 31.01.2016 findet die Wahl zur Landwirtschaftskammer (LK) in der Steiermark statt. Der Tag für die steirischen Bauern wichtig, denn da können sie ein Signal zur Veränderung setzen. Konkret: Die Bauern können mit einer Stimme für den UBV Steiermark gleichzeitig die Unabhängigkeit der Bauernvertretung stärken und ihr eine neue Richtung geben.

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Pressemitteilung November 2015

Presseausendung UBV Steiermark

BAUERN verkommen zu den neuen alten SKLAVEN schlechter Politik!

Grüner Bericht zum Jahr 2014 – Bankrotterklärung der Agrarpolitik!

Die Diskussion des GRÜNEN BERICHTES heute im Parlament in Wien demaskierte die aktuelle Agrarpolitik und die damit verantwortlichen Vertreter in ungeschminkter Art und Weise! „Das ist eine Bankrotterklärung der Österreichischen wie der EU Agrarpolitik. Die meisten Entscheidungen werden ja in Brüssel - unterstützt durch die „Schergen“ der österreichischen Agrarpolitik in Wiener Parlament – getroffen, “ erklärt UBV Obmann LKR Johann Ilsinger.

Die Realitätsverweigerung der insgesamt schwierigen Situation der Bauern im Allgemeinen wie insbesondere der aktuellen Preisentwicklung in der Tierhaltung (Schweine, Milchkühe) wie im Obstbereich durch die Spitzen der Agrarpolitik – Rupprechter und Schultes (auf Wiener Ebene) wie durch Seitinger und Titschenbacher (aus steirischer Sicht) sind ein beschämendes Armutszeugnis!

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Filename: Presseaussendung - UBV Steiermark - Zur Diskussion Grüner Bericht im Parlament
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Pressemitteilung September 2015

Pressemitteilung des UBV Steiermark

am Mittwoch, den 9. September 2015  in der Landwirtschaftskammer Steiermark

"Bauernstand kämpft ums Überleben:

Die vier agrarpolitischen Märchen"

Noch nie in der Geschichte der Zweiten Republik standen unsere gewählten Verantwortlichen in der Bundesregierung den aktuellen Problemen so ratlos um nicht zu sagen hilflos gegenüber!

 

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Presseaussendung Johann Ilsinger zur Ruprechter Aussagen in Graz

Presseaussendung Johann Ilsinger zur Ruprechter Aussagen in Graz

Presseausendung UBV Steiermark

Agrarminister Rupprechter sitzt selber auf gut gepolstertem Sessel, die Bauern lässt er bei ihren Sorgen „dumm“ sterben. Er sollte zurücktreten.

 Die Aussagen von Agrarminister Andrä Rupprechter am Montag dieser Woche beim „Raiffeisen-Agrar-Symposium“ zu den Bauernsorgen sind eine Unverfrorenheit. Selber sitzt Rupprechter, der in Graz-Raaba aufgetreten ist, auf einem dick gepolsterten Sessel.

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